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Louisbourg
 

Louisbourg

 

Das alte Fort Louisbourg erreicht man am Ende des Fleur-de-Lis Trails. Es liegt in Nova Scotia auf der Cape Breton Island. Das Fort hat seine Anfänge in der Zeit der französischen Siedler und gilt als die größte und bedeutendste Rekonstruktion eines Forts in Nordamerika. Mit einer Fläche von fast 7.000ha liegt das Fort etwas versteckt. Die meisten Besucher werden mit einem Bus, der durch dichten kanadischen Wald führt, zum Eingang gefahren. Nachdem das Fort einige Zeit ungenutzt war und verfiel, begann man in den 1960er Jahren mit der Rekonstruktion.

Was die Umgebung und die kleinen akadischen Dörfer des Fleur-de-Lis Trails schon vermuten ließen, wird hier zur Gewissheit: die Vergangenheit ist noch lebendig. Wer sich entschließt, das Fort Louisbourg zu besichtigen, begibt sich auf eine einmalige Zeitreise zurück ins 18. Jh., in die die Zeit der französischen Siedler.

Das Fort Louisbourg wurde im Jahre 1744 errichtet und das Leben, dessen man Zeuge werden kann, spielt exakt in diesem Jahrhundert. Man befindet sich im Inneren des Forts zunächst auf einem riesigen Marktplatz, auf dem es alles zu sehen gibt, was zu einem Markt in jenen Zeiten dazu gehörte: Verkäufer, Spielleute, Waschfrauen, Gaukler und den Adel. Die Häuser, die sich in dem Fort befinden, sind den Originalgebäuden nachempfunden und auch die Kleidung der Menschen, denen man begegnet, entspricht damaligen Originalen.

Doch damit nicht genug: wer sich stattgesehen hat an dem bunten Treiben, kann sich in einem Restaurant erholen und wird sich mit recht seltsamen Gerichten konfrontiert sehen: auch die Restaurants des Forts Louisbourg sind auf die Zeit des 18. Jh. eingerichtet man erhält hier die typischen Gerichte jener Zeit.

Das Fort hatte seinen ganz eigenen Tagesablauf, über den man bei einem Besuch informiert wird. Zum einen wird man Soldaten und Offiziere sehen, die Exerzieren oder einen Rundgang durch das Fort machen. Doch auch die alltäglichen Arbeiten, wie die Arbeit in der Küche, die Verrichtung von Handarbeiten oder die unterschiedlichen Berufe werden in Häusern und im Museum sehr anschaulich erklärt.

Das Fort Louisbourg ist heute weniger eine alte Festungsruine sondern mehr ein lebendiges, interessantes Freilichtmuseum. Passend zur Umgebung des Fleur-de-Lis Trails, auf dem der Besucher bereits in Berührung gekommen ist mit den französischen Siedlern, zeigt sich hier das Leben der Siedler in einem Fort in allen Facetten. Die Gebäude wurden so restauriert, dass man anhand ihrer die Architektur des Jahres 1744 sehr gut nachempfinden kann. Für eine Reise in die lange Geschichte Kanadas und für den Besuch einer ganz besonders interessanten Epoche ist das Fort Louisbourg genau die richtige Adresse.