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Prince Edward Island
 
 
 
 
 

Prince Edward Island

 

Prince Edward Island ist eine Insel in Nova Scotia, die mitten im Atlantik liegt. Zur Berühmtheit gelangte diese Insel weltweit durch den Roman "Anne auf Green Gables", deren Autorin auf der Insel lebte und auf der auch das Buch entstand.

Die Hauptstadt und zugleich größte Stadt der Insel ist Charlottetown. Anders als in anderen Provinzen Kanadas, wird in Nova Scotia und daher auch auf Prince Edward Island ausschließlich Englisch gesprochen. Auf der Insel leben insgesamt ca. 140.000 Einwohner. Die Insel besticht durch ihre unbeschreibliche Natur, die in Zügen an Irland und England erinnert - grüne Wiesen, saftige Täler und die Nähe zum Stankt-Lorenz-Golfs haben der Insel den Beinamen "Garten des Golfs" eingebracht.

Archäologischen Funden zufolge wurde die Insel erstmalig 9000 v. Chr. von den Ureinwohnern, den "First Nations" besiedelt. Zu dieser Zeit war das Land noch keine Insel; vielmehr war sie durch eine Landbrücke mit dem Festland Nova Scotia verbunden. Entdeckt wurde die Insel im Zusammenhang mit der Besiedlung Nova Scotias im Jahre 1534 durch die Franzosen. Als die Engländer im Jahre 1758 das Fort Louisbourg eroberten, nahmen sie auch die Insel in ihren Besitz. Seitdem war die Insel in ständiger Englischer Besitzung. Städtenamen wie Stratford oder Cornwall lassen heute noch auf die englische Besatzung schließen, während Städtenamen wie Montague eher an die französische Zeit oder an ein Drama Shakespeares erinnern. Die englische und französische Vergangenheit kann man anhand der Häuser vor allem in den kleineren Städten der Insel sehr gut nachempfinden. In den Kleinstädten sieht man immer wieder viktorianische Herrschaftssitze und auch die Städte sind geprägt von dem Stadtbild dieses Zeitalters. Oftmals ist es, als sei die Zeit ein wenig stehen geblieben.

Die größten Städte der Insel, die in drei Bezirke gegliedert ist, sind Charlottetown und Summerside. Charlottetown ist eine Stadt mit sehr vielen interessanten Sehenswürdigkeiten. Das Gebiet, das einst von den Mi'kmac-Indianern besiedelt war, wurde nach einer deutschen Adligen benannt und besitzt eine wichtige Universität. Die Stadt Summerside wurde ebenfalls früher von Mi'kmac-Indianern besiedelt. Erst 1700 begann die erste Besiedlung durch die Akadier. Die Hafenstadt lebte früher von der Schiffindustrie, die jedoch in diesem Jahrhundert an Bedeutung verloren hat.

Wer auf die Prince Edward Island kommt, wird merken, dass er hier in der Lage ist, durchzuatmen. Sei es im Herbst, wenn der Indian Summer hier die Bäume erreicht oder auch im Sommer, wenn die Hitze durch die Nähe zum Wasser nicht so drückend ist, wie in anderen Teilen Kanadas. Die Strände und großen Weiden der Insel mit den vielen viktorianischen Gebäuden und liebevoll restaurierten alten Städten und Dörfern laden ein, ein wenig länger zu verweilen.